Wirtschaftskrise & Immobilien – jeder ein Vermieter?

Die momentane wirtschaftliche Lage macht es für viele Branchen mehr als nur schwierig, nicht aber bei Wohnimmobilien. Die Probleme der Immobilienfonds sehen Immobilienmakler bei privaten Wohnungskäufen nicht. Die Stimmung ist im Moment nicht negativ. Es gibt eine große Anzahl an Personen, die gerade jetzt in Immobilien investieren. Eigentumswohnungen, Garagenplätze werfen im Vergleich zu Aktien, Fonds und Unternehmensanleihen stabile Erträge ab. Grund und Boden ist krisenfester. Die Renditen in Wien sind sicher schon einmal höher gewesen, aber es gibt zumindest positive Erträge.
Gelder die aus Wertpapieren abgezogen wurden, werden jetzt in Wohnungen gesteckt und viele werden plötzlich zum Vermieter.
Die Immobilienpreise in Wien steigen immer noch. Vor allem für Top-Lagen ist der Trend der Preisentwicklung nach oben immer noch deutlich sichtbar. Wohnungen in der Inneren Stadt um bis zu 16.000,- EURO pro m² oder ein Penthouse am Kohlmarkt mit 300m² und 80m² Terrasse wird um fast 5.0 Millionen Euro feilgeboten. Aber auch im 2. Bezirk liegen Spitzenlagen, neu gebaute Dachgeschoßwohnungen zum Beispiel, bei über 5.000,- pro m². Vor wenigen Jahren undenkbar.
Da frag ich mich wer sich das überhaupt leisten kann! Glücklicherweise gibt es genügend wohlhabende Bürger, die derartige Wohnungen kaufen. Aber nicht nur die Luxuswohnungen verkaufen sich gut. Viele beginnen Investments in Ein- oder Zweizimmerwohnungen um die 100.000,- Euro. Die Vermietung bringt gute Erträge und diese kleineren Einheiten lassen sich gut vermieten.

Die Vermietung ist aber nur ein Punkt von vielen, die bei einem Investment in eine private Eigentumswohnung bedacht werden muss.

Risikofaktoren sind Mieter die nicht bezahlen oder die Wohnung verwüsten. Das MRG macht es relativ schwierig „schlechte“ Mieter aus der Wohnung zu bekommen, auch wenn diese eine schlechte Zahlungsmoral haben.
Leerstände können die Rendite einzelner Jahre verschlechtern. Zusätzlich ist die Lage ein sehr wichtiges Kriterium. So könnte es sein, dass in einigen Jahren die Lage der Immobilie nicht mehr attraktiv ist.
Kommen die Erträge nicht, dann läuft der Eigentümer Gefahr von Liebhaberei und der steuerliche Vorteil geht verloren.
Eine große Anzahl an Wohnungen unterliegt in Wien dem Mietwertrichtzins in dem genau festgelegt ist wie viel der Vermieter pro Quadratmeter verlangen darf. Wird teurer vermietet kann sich der Mieter an die Schlichtungsstelle wenden. Gewinnt der Mieter, dann sind überhöhte Mieten zurückzuzahlen.

Es gibt sicher noch eine ganze Reihe an Problemen mit vermieteten Wohnungen und auch Risiken dazu.

Die Wohnungspreise scheinen sich aber nicht nur in Wien durch die Wirtschaftskrise deutlich nach oben zu bewegen. Ein interessanter Blogeintrag zur Wohnungssuche in Hamburg zeigt ein ähnliches Bild.

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