Kaution bei Mietwohnungen

Das Thema Mietkaution ist wieder ganz aktuell. Die Kaution sorgt für Mieter oft für Überraschungen beim Verlassen der Mietwohnung und zwar immer dann, wenn Vermieter diese aus unerklärlichen Gründen einbehalten. Diese Woche gab es einige Musterprozesse der Arbeiterkammer, die für Mieter ausgegangen sind. Details auf derStandard.at/Immobilien

Grundsätzlich dient die Kaution als eine Art Versicherung des Vermieters für etwaige, durch den Mieter nachweislich angerichtete Beschädigungen oder Mietzinsrückstände bei Beendigung des Mietverhältnisses.

Laut AK Wien Website, gibt es für die Höhe der Kaution keine gesetzliche Regelung, sie ist daher prinzipiell Vereinbarungssache. Üblich sind Vereinbarungen im Ausmass von drei Bruttomonatsmieten. Vom Obersten Gerichtshof gibt es eine Grundsatzentscheidung die Vereinbarungen bis zu sechs Bruttomonatsmieten als zulässig erachtet. Jedenfalls ist die Höhe der Kaution mit dem Sicherstellungsinteresse (Wert des Mietgegenstandes samt Einrichtung) des Vermieters nach oben begrenzt. Quelle: AK-Wien

Die Höhe der Kaution einer Wohnung korreliert meistens mit der Ausstattung des Mietgegenstandes. Eine Wohnung mit Markenküche, Echtholzparkett, Klimaanlage und Designer-Bad rechtfertigt höhere Kautionen im Vergleich zu einer Kategorie D Wohnung. Bei Top-Ausstattungen sind sechs Monatsmieten keine Seltenheit.

WICHTIG bei der Kaution:
Die Kaution ist vom Vermieter zu verzinsen. Die Verzinsung hat zumindest zum jeweiligen Eckzinssatz zu erfolgen. Eine vertragliche Vereinbarung, dass die Kaution unverzinst bleibt, ist bei Wohnungen, auf die das Mietrechtsgesetz Anwendung findet, unzulässig und unwirksam. Quelle: AK-Wien.

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